Ein Geruch, der uns in die Vergangenheit bringt; Gewürze, die uns an unsere Kindheit erinnern: Die unverwechselbare Textur und das gehackte Fleisch bringen uns klassische Traditionen zurück, die immer schon köstlich waren.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts mussten am Hof des Pico della Mirandola, der von den Truppen des Papstes Julius II. della Rovere belagert wurde, alle Schweine schlachten werden, um zu verhindern, dass sie in die Hände der Feinde fielen. Das Hackfleisch wurde zur Aufbewahrung in die Schweinepfoten gefüllt. Das war die Geburtsstunde des Zampone, der ganze Stolz der Küche aus Modena und König der zu Weihnachten und Neujahr angebotenen Speisen. Zampone schmeckt optimal zu Linsen und Hülsenfrüchten, die Überfluss und Wohlstand bringen. Schon in der Römerzeit wurden sie in Lederbeuteln verschenkt, damit sie sich in Geld verwandeln.
Der „Zampone“ hat die Form eines Fußes, gerade weil er in den “Strumpf” des Fußes gefüllt wird. Das Hackfleisch ist mittelgrob und wegen der vorhandenen Schwarte und Backe zusammen mit dem Fleisch sehr hell. Das köstliche Aroma berauscht sofort die Sinne und überrascht beim Probieren durch seine Textur. Mürbe, weich und gleichzeitig “gelatineartig” mit einem unverwechselbaren reichen und runden Geschmack.
Zum Zampone passen Hülsenfrüchte mit Saucen, Kartoffelpüree, Spinat und Parmesankäse. Die Beilagen unterstreichen den milden Geschmack und lassen die Textur noch feiner erscheinen.
Verschiedene Rotweine können zum Zampone passen, aber ein Lambrusco ist zweifelsohne der Interessanteste. Seine Frische gleicht den Reichtum dieses Gerichts perfekt aus.